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musikalische Traditionen

1. November 2021
von Steffi Zachmeier
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Golly und sein Bluesgeziefer

Nein, Golly ist keine Phantasiegestalt aus einem Kinderbuch, Golly ist Musiker und heißt eigentlich Roland Hertlein. In den Nordbayerischen Nachrichten hatte ich von seiner CD “Bluesgeziefer” mit fränkischen Songs gelesen. Sofort haben bei mir ein paar Lichtlein geblinkt, denn für mein Radio Fränkisch Spoken bin ich ja immer auf der Suche nach weiteren Musiktiteln.

Zwei Tage später war Golly im Marthacafé zur CD-Vorstellung, eine Gelegenheit mal wieder ein Konzert live zu erleben, die ich gleich ergriffen habe.

Und so wie er auch die CD produziert hat – nämlich corona-gerecht ganz allein mit den Audiofiles, die ihm die Kollegen geschickt hatten – so stand er auch hier vor dem Publikum.

Künstlerisches Multitalent

Golly ist Nürnberger, lebt jedoch schon seit 1981 im Oberpfälzischen Oberweiling, wo er ein Aufnahme-Studio und zusammen mit seiner Frau das Kleinkunstlokal Kneipenbühne führt. Neben dem Komponieren, Musizieren und Produzieren schreibt Golly auch noch literarische Texte, die er im eigenen Verlag herausgibt.

Leichte Stoffe sind seine Sache aber wohl eher nicht: Dystopisch mutet die Beschreibung des Romans Reïnklonation an und die Novelle Brandnarb handelt von einem obdachlosen Verbrennungsopfer. Letztere Geschichte hat Golly auch als Song (brandnarb) verarbeitet. Neben weiteren tragischen Liedtexten über einen Selbstmörder (ich schdäi auf der brüggn), einen weiteren Obdachlosen (blindgänger) und einen alkoholabhängigen Brandstifter (gäih werf dein schnabbs…) gibt es aber auch tröstliche Zeilen:

.. und manchmol erlebst wos, des lässd di nimmer los – des wärd in der erinnerung ned glänner, des bleibd groß ..

Aus dem Song “es war amal”

Und dann finden sich im Programm noch eher skurrile Titel: da gehts um eine Suppe mit “blasdigwrfl hulzwrfl elfnbeinwrfl” (wrfl) – zum Verständnis bitte laut aussprechen! Ja, sogar der bekannte Vierzeiler über die 100.000 Heringsbüchsen, die über den Burgberg herunterrollern, gehört zum Repertoire von Golly.

CD-Cover Bluesgeziefer von Golly

Das Bluesgeziefer, die Remote-Mitwirkenden, haben ganze Arbeit geleistet dabei, diesen authentisch getexteten Songs ein würdiges musikalisches Fundament zu legen. Dabei waren Naidvartai Zett am Schlagzeug, Miller the Killer am Piano, Ralf Trautner an der Gitarre, Udo Schwendler mit der Trompete, Peter Schöberl an der Gitarre, Wolfgang “Wuffi” Kamm mit einem Didgeridoo und natürlich Golly selbst mit verschiedenen Instrumenten. Außerdem haben sich Henning Frank, Tochter Heike Kindl und Enkel Maxi auf der CD verewigt.

Fragen an Golly

Ein paar Fragen hatte ich natürlich nach dem Konzert noch an Golly. Hier hört ihr unser Gespräch:

Für diejenigen, die lieber lesen als hören, hier der Wortlaut des Interviews:

  • Steffi: Bei einem Konzert in Nürnberg hab ich kürzlich Roland Hertlein alias Golly getroffen, grad is seine CD “Bluesgeziefer” erschienen. Ich hab ihn gfragt, wie’s kommt, dass er nach vielen vielen Jahren nun Songs auf Fränkisch macht?
  • Golly: Ich hab mein Dachboden aufgräumt und da simmer so verschiedene Sachen unter die Finger kumma, die ich vor langer Zeit gschrieben hab – Fragmente meistens. Und des eine war wirklich “heid fräih bin i aafgwachd aganz alaans” – recht viel mehr war net. Und da hab ich ebn dann halt ne Gschichte drumherum gschriebn. Und dann hab i einfach Spaß an der Freud kriegt und gsagt “Da kann i doch no mehr machen, des langt doch net”. Und jetzt sind des 14 Stücke gwordn.
  • Steffi: Jetzt lebst du ja schon lang in Oberweiling bei Neumarkt in der Oberpfalz, trotzdem textest du fränkisch.
  • Golly: Naja, ich kann scho aa Oberpfälzisch sprechen. Aber des is net Heimat!
  • Steffi: Unter den bekannten Corona-Bedingungen habn dir die Musiker-Kollegen nur Musikfiles zugschickt, aus denen du dann die CD gebastelt hast. Deine Auftritte sind momentan auch solistisch mit zugespielten Audios. Wie fühlt sichn des an für dich?
  • Golly: Ganz komisch! Also, des is so, wennst alleins auf der Bühne stehst, dann fokussiert sich alles auf dich, auf dich als Person. Wenn du ne Band um dich rum hast, dann schaun die amol dohin, mol dohin, mol dohin, dann isses net so stressig. Und des andere is: Wenn du zu ner Konserve singst, die is ja gnadenlos. Also lebendige Musiker, die sagn, “hobberla, etz hat er sich vertan. Dann tu mer halt noch amol a Strophe mit neisetzen, dass er a Chance hat.” Des is halt da net so. Des fühlt sich also net bsonders gut an für mich.
  • Steffi: Wirds also demnächst Gigs mit der ganzen Band gebn?
  • Golly: Da muss ich umanander fragn, ich glaub schon. Schlimm is halt, dass dieser wunderbare Gitarrist, der Peter Schöberl, verstorben is. Mit dem hab ich zum Beispiel, des war 1969, die erste Platte aufgnommen. Da war ich 17 und er 19.
  • Steffi: Wie kommt des Konzept mit Mundart-Texten bei deim Publikum an?
  • Golly: Letzte Woche in Oberweiling, also bei mir daheim, Heimspiel, da waren die Leut total ausm Häuschen. Und heut glaub ich, wars auch net schlecht. Ich glaub, es hat schon jedem gfalln.

20. Mai 2021
von Steffi Zachmeier
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Die Kapelle Bomhard – Rundum authentisch

Eine musikalisch sehr erfreuliche Entdeckung des letzten Jahres für mich waren die drei Brüder Georg, Heiner und Johannes Bomhard alias Kapelle Bomhard. Sie kommen ursprünglich aus Dietenhofen in Mittelfranken, spielen mit Akkordeon, Gitarre und Kontrabass und singen fränkisch dazu. Das klingt unspektakulär. Es ist aber weit mehr: Ich meine, dass das, was da zu hören ist, durchaus einen Weg weisen könnte, wie fränkische Liedtradition auch im 21. Jahrhundert funktioniert. Und so nennen die Herren ihr Produkt auch “Folksmusik aus dem Herzen Frankens”.

Da gibt es freche Vierzeiler mit einfachen Melodien und dem Titel “Liedli”, die von den ganz üblichen achttaktigen Kerwa-Vierzeilern inspiriert sind. Auch manche Rhythmen weisen auf die traditionellen Tänze: Der “Äbirngalopp” ist ein Schottisch, der “Herbstgalopp” ein Dreher, der “Tanz” ist ein Zwiefacher. Selbstverständlich müssen kreative Musiker aber auch Überlieferungen hinter sich lassen: Der “Thailändler” steht im 5/8-Takt, “Reeng” im 7/8, der “Brunzwalzer” erinnert mit seinen Harmonien eher an französische Folk-Melodien, das nostalgische “Gummibärli und Schoglood” an Liedermacher.

Kreative Brüder

Erfreulich einfallsreich und bunt überraschen die CDs von Titel zu Titel immer wieder mit neuen Ideen und Inhalten. Dabei halten sich die Texte nicht auf mit den überlieferten “dreckerten” Vierzeilern, die andere für erwähnenswert hielten, sondern beschäftigen sich ganz selbstverständlich mit aktuellen Themen: Da kommen die Klimakrise, Händi-“Aggus”, Ex-Präsident Trump, ja, und natürlich auch Corona/Covid vor. Da gibts aber auch ruhige Songs wie “Für Anna” und verträumte lyrische wie “Drundn am Booch”. Die samtene Dreistimmigkeit der Brüderstimmen rundet deren Innigkeit ab.

Zwei CDs hat die Kapelle Bomhard bisher produziert, eine davon mitten im vergangenen Coronajahr. Der authentische Sound wurde nicht in einem Studio mit viel technischer Finesse aufgeblasen (oder das wurde so gut gemacht, dass es nicht hörbar ist). Da durften auch mal kleine instrumentale oder gesangliche Ungenauigkeiten stehenbleiben. Umso klarer wird im Gegenzug auch das professionelle musikalische Können der drei. Sie sind ja nicht nur mit ihrer Brüder-Kapelle unterwegs, sondern alle drei auch mit anderen künstlerischen Projekten befasst. Umso toller, dass aus den fränkischen Wurzeln so schöne Pflanzen sprießen.

Das CD-Vorstellungskonzert, das Pandemie-bedingt ohne Publikum und online stattfinden musste, findet sich nach wie vor auf Youtube. Und wer schon dort ist, kann sich als Zugabe gleich noch das geniale Lied von der Systemrelevanz von Heiner Bomhard anhören. Oder Johannes und Georg mit ihrer Band Sonne, Mond und Sterne.

Fragezeichen vor Corona-Bakterium

14. April 2021
von Steffi Zachmeier
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Kleines Interview zum Corona-Volksmusik-Alltag

Wie es mir als Musikantin in der Corona-Zeit ergeht, hatte ich bereits in einem anderen Beitrag berichtet. Ende Februar 2021 nun habe ich den Institutionen, die sich in Franken mit Volksmusik beschäftigen, per Mail einige Fragen gestellt, um euch hier im Blog zu informieren. Ich wollte nach den langen Corona-Monaten gern wissen, was die Zeit für diese Stellen geändert und gebracht hat und welche Aktivitäten dort entwickelt wurden. Ich dachte, dass sich ja bestimmt die Arbeit sehr verändert hat, dass sich aber wohl auch neue Routinen im Corona-Volksmusik-Alltag ergeben haben.

Auskunft haben drei der sieben angeschriebenen gegeben: Die Forschungsstelle für Volksmusik (Dr. Heidi Christ), die Beratungsstelle für Volksmusik Mfr./Ufr. in Eibelstadt (Franz Josef Schramm) und die Arbeitsgemeinschaft fränkische Volksmusik Ofr. (Bertram Popp).

Leider nicht reagiert haben die Arbeitsgemeinschaft fränkische Volksmusik Ufr. und Arbeitsgemeinschaft fränkische Volksmusik Mfr., die Volksmusik-Redaktion des Bayerischen Rundfunk im Studio Franken und die Beratungsstelle für Volksmusik Ofr. in Bad Berneck. Vielleicht haben sie zu viel zu tun, um zu antworten. Aber was tun sie? – Tja, gerade das hätte mich interessiert.

Ich hatte einige Interview-Fragen vorgegeben, die Antworten bündele ich im folgenden nach jeder Frage direkt von allen dreien.


Frage: Sofern du hauptberuflich arbeitest: Wie sieht einer deiner typischen dienstlichen Alltage zu Corona-Zeiten aus? – Sofern du ehrenamtlich arbeitest: Wie sieht dein typisches ehrenamtliches Leben jetzt aus?

Antwort Forschungsstelle: “Ich arbeite hauptberuflich in Vollzeit. Daran hat sich nichts geändert. Im März/April 2020 befand sich das komplette Team der Forschungsstelle für einige Wochen im Homeoffice. Das war ziemlich schwierig, weil wir keinen Zugriff auf unseren Server hatten. Unsere Datenbanken und unser Material hatten wir aber alle zu Hause auf externen Festplatten (ja – muss man/frau dann sehr umsichtig auf den Server einpflegen, hat aber geklappt). Die allermeiste Zeit arbeiten aber inzwischen alle in der Forschungsstelle. Wir haben jede/r ein eigenes Büro. Besprechungen finden bei geöffnetem Fenster und mit Masken statt.
Ein typischer Tagesablauf für mich beginnt mit einer kleinen Presseschau (Online-Zeitungen, BR-Seiten, relevante Facebook-Beiträge). E-Mails und Telefonanrufe, Erstellung von Facebook-Beiträgen und kleinere „Bürotätigkeiten“ erledige ich sofort im Lauf des Vormittags. Anschließend widme ich mich für einige Stunden der Sortierung und Aufstellung eines großen Nachlasses und/oder verschiedenen Langzeit-Projekten, die an der Forschungsstelle laufen.

Antwort Beratungsstelle: “Der Alltag besteht zur Zeit aus Büroarbeit, die aber sehr vielschichtig ist:
• Redaktionelle Arbeiten: Zeitschrift Fränkische Volksmusikblätter, Publikation: Herrsching-Liederbuch
• Administration unseres Internet-Blogs: volksmusik-magazin.de
• Planung von Lehrgängen in einer evt. „Nach-Corona-Zeit“, Volksmusikwoche Pappenheim, Herbsttreffen Hammelburg (Verhandlungen mit Tagungshäusern, Ausschreibungen erstellen etc.)
• Vorbereitung und Durchführung von einer wöchentlichen Online-Singstunde (jeden Freitagabend)
• Erstellung von Liedblättern für die Online-Singstunde und für den Downloadbereich der Internetseite
• Mitarbeit bei der Planung einer Online-Arbeitstagung (Webinar) für ehrenamtliche Volksmusikpfleger*innen im April
• Aufarbeiten der Handbibliothek (was in veranstaltungsreichen Zeiten oft liegengeblieben ist)
• Archiv- und Forschungsarbeiten: Digitalisierung historischer Noten und Liederbücher, bzw. von analogen Musik-Kassetten von Feldforschungsaufnahmen.
• Recherche in alten Notenheften, Liederbüchern
• Anfragen nach Liedern (zum Singen zu Hause) bearbeiten
• Interviews zu verschiedenen Themen (Printmedien, BR)
• Sonstige administrative Tätigkeiten (Büroverwaltung etc.)
…”

Antwort ArgeOfr: “In der Volksmusik arbeite ich ehrenamtlich und die ganze Vorstandschaft ist tapfer und hofft auf Besserung. In meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Museumsleiter habe ich ja auch viel mit Musikanten, Sängern und Tänzern zu tun. Es gab eine einzige Veranstaltung mit Musik. Theo Knopf spielte zu Lesungen mit der Konzertina. Wir hatten keine Werbung geschaltet, keinen Eintritt verlangt und die Autoren brachten dennoch ausreichend Gäste mit. Aber solche kleinen Formate für Spaß an der Freude sind ja leider nicht für alle Musizierenden machbar.”


Fragezeichen vor Corona-Bakterium

Frage: Wie hat sich deine Arbeit verändert? Was ist weggefallen, was neu dazugekommen?

Antwort Forschungsstelle: “Quasi seit März 2020 haben wir keinen Besucher-Verkehr mehr an der Forschungsstelle. Besprechungen mit externen Kolleg/innen finden nur noch in Form von Videokonferenz statt, ich lerne den Umgang mit verschiedenen Videotools. Archivforschung und weitere Außer-Haus-Termine gab es seit Februar 2020 fast nicht mehr. Die Arbeit an der Forschungsstelle hat sich nur insofern verändert, als wir wegen ausgefallener Veranstaltungen, an denen wir mit einem Infostand außerhalb der regulären Arbeitszeiten präsent gewesen wären, nicht so viele Überstunden (und damit Freizeitausgleich) produziert haben und viel mehr Zeit für jene Arbeiten geblieben ist, die man nicht sofort in Form von Publikationen sieht: Es wird deutlich mehr und mit deutlich tieferer Erfassung der Materialien aufgeräumt als bisher. Letztendlich haben sich Schwerpunkte verschoben.”

Antwort Beratungsstelle: “Zur Zeit gibt es halt keine Veranstaltungen (Lehrgänge, Workshops, Live-Singabende…) also auch keine direkte musikalische Arbeit mit Menschen. Das macht in Normalzeiten einen wesentlichen und wichtigen Teil der Arbeit aus.
Ausgebaut wurde der Online-Bereich (Videokonferenzen, Online-Singstunden, Internetseite und Volksmusikblog)

Antwort ArgeOfr: “Virtuelle Formate kommen in zweierlei Hinsicht nicht gut in die Gänge. Mangelnde EDV-Affinität einerseits und zu hoher Aufwand für die Umsetzung traditioneller Formate mit Abstand und technischer Vermittlung andererseits. Unmerklich ist weggefallen, dass früher viel Zeit auf der Straße verbracht wurde. Meine Frau musiziert seit langer Zeit jeden Abend um 19 Uhr eine Viertelstunde mit einem Kollegen vor der Haustür. Das ist ein immer wieder ersehnter Moment für Abendspaziergängerinnen in der Altstadt.”


Fragezeichen vor Corona-Bakterium

Frage: Was vermisst du besonders?

Antwort Forschungsstelle: “Der direkte Kontakt zu anderen Menschen im Berufsumfeld fehlt mir sehr.”

Antwort Beratungsstelle: “Die menschlichen Begegnungen, den Klang einer Gruppe beim Singen, Tanzen, Musizieren usw.”

Antwort ArgeOfr: “Man leidet sehr darunter, dass man sich nicht mehr einfach begegnen kann.”


Fragezeichen vor Corona-Bakterium

Frage: Was ist positiv an der Veränderung?

Antwort Forschungsstelle: “Dass ich mehr Zeit für die oben geschilderten Aufgaben habe, genieße ich sehr. Dabei entdecken wir nämlich so einiges, was sonst vielleicht noch für Jahrzehnte verborgen geblieben wäre.”

Antwort Beratungsstelle: “Da gibt es nicht wirklich was Positives. Einzig evt. die Entdeckung der Online-Singstunde, quasi als volksmusikpflegerischen Hausbesuch.”

Antwort Arge: “Im Dienst gibt es mehr als genug zu tun. Man kommt zu Dingen, die früher immer aufgeschoben werden mussten.”


Fragezeichen vor Corona-Bakterium

Frage: Gibt es etwas, was du in die Nach-Corona-Zeit übernehmen wirst?

Antwort Forschungsstelle: “Ich möchte gern weiterhin die Möglichkeit nutzen, im Homeoffice zu arbeiten, wenn dadurch zum Beispiel Zeit bei Hin- und Rückfahrt gespart werden kann. Diese Möglichkeit möchte ich auch weiterhin meinen Mitarbeiter/innen geben können.”

Antwort Beratungsstelle: “Online-Singstunde könnte ich mir vorstellen als Ergänzung der Singförderung für Menschen, die nicht mehr mobil sind oder sonst keine Gelegenheit haben, an einer Singveranstaltung teilzunehmen. Damit könnte das Singen für sich zu Hause gefördert werden.”

Antwort ArgeOfr: “Die Nach-Corona-Zeit wird leider noch eine ganze Weile nicht anbrechen. Die Viren spielen mit uns Hase und Igel. Manche Formate, wie zum Beispiel Vorträge und Seminare haben über das Internet viel mehr Beachtung und Zulauf. Gespeichert kann man sich vieles auch noch später ansehen. Das ist hilfreich. Obber schee is ned.”


Fragezeichen vor Corona-Bakterium

Frage: Möchtest du den Antworten noch etwas hinzufügen?

Antwort Forschungsstelle: “Insgesamt geht es mir, geht es unserem Team sehr gut in der Corona-Zeit. Es hat sich gezeigt, dass wir mit unserer Internetpräsenz einen guten Draht zur Bevölkerung haben und auf dem richtigen Weg sind, diese Internetpräsenz zu erhöhen. Wir genießen alle, dass wir nicht nur überhaupt arbeiten dürfen, sondern auch die Wahl haben, zu Hause oder im Büro zu arbeiten. Und wir freuen uns auf die Zeit, wo wir wieder Gäste in unserer Einrichtung begrüßen dürfen: Praktikant/innen, Informationssuchende, Materialabgebende, Kolleg/innen, Helfer/innen. Und wenn wir andere wieder besuchen dürfen: im Archiv, zu Feldforschungen, bei Veranstaltungen.”

Antwort Beratungsstelle: “Ich denke, wir brauchen noch etwas Geduld, bis wir diese Krisenzeit bewältigt haben. Unsere Kulturarbeit aber wird anschließend mehr denn je absolut notwendig sein – in einer Nach-Corona-Zeit, die sicher kommen wird. Musikalisches Tun ist ein Kitt innerhalb der Gesellschaft, innerhalb der Generationen, der gesellschaftlichen Gruppen. Die Volksmusikpflege könnte da, denke ich, einen wichtigen Wiederaufbau-Beitrag leisten.”

Antwort ArgeOfr: —